Unterwasser-Rugby, die neue Homepage und eine historische Rolle
Zunächst
eine gute Nachricht: Der Muskelkater vom Nordic Walking ist verflogen
und ich kann zwischenzeitlich wieder schmerzfrei laufen ;-) – aber ich
glaube, dass ich mir diese zwölf Kilometer an und mit den Stöcken wohl
bald mal wieder vornehmen werde, zumal es nicht nur gesund ist, sondern
obendrein auch Spaß macht.
Am
Dienstag habe ich mich erst einmal auf den Weg nach München gemacht.
Eingeladen hatte die Computerwoche Vertreter der Parteien zu einen
Streitgespräch zur Zukunft des IT-Standortes Deutschland. Die
Informations- und Kommunikationstechnologien sind die
Schlüsseltechnologien der Informations- und Wissensgesellschaft und der
Wachstumstreiber Nr. 1. Diese Branche ist aber auch deshalb so wichtig,
weil es sich bei den Informations- und Kommunikationstechnologien um eine
Querschnittstechnologie handelt, die die traditionell leistungsfähigen
Branchen der deutschen Wirtschaft verstärkt und deren
Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Inzwischen sind fast 800.000
Beschäftigte in der IT- und Telekommunikationsbranche tätig und
es entstehen neue Jobs - 10.000 im laufenden Jahr! Über dieses
Streitgespräch und die Vorstellungen der Parteien zur Bundestagswahl
wird die Computerwoche in Kürze berichten.
Haben
Sie schon einmal Unterwasser-Rugby gesehen oder gar gespielt? Für mich
war es in dieser Woche eine echte Premiere. Zwei gegnerische
Mannschaften versuchen, einen mit Salzwasser gefüllten Ball in ein
einem Papierkorb ähnelnden Tor am Grund des Beckens unterzubringen.
Erst das Video zeigt, wie es dabei unter Wasser zur Sache geht. Wenn
Sie die Sportart interessiert: Schauen Sie sich doch mal bei
unserem Tauchclub Malsch um.
Der Anlass des Besuchers beim Tauchclub Malsch war die Sommertour
unserer Landesvorsitzenden Ute Vogt, die hier in Malsch Station gemacht
hat. Ute Vogt hat sich bei ihrem Besuch vor allem für besonders
überzeugendes ehrenamtliches Engagement interessiert. Die Malscher
Sportler kämpfen für ein eigenes Hallenbad und haben sich hierfür
allerlei vorgenommen. Ich wünsche ihnen hierbei viel Kraft und Erfolg.
Dass
Wasser aber nicht nur Spaß machen kann, sondern unter Umständen schnell
auch zu einer tödlichen Gefahr werden kann, führten uns dann die
Lebensretter der Malscher DLRG vor. Erschreckend ist dabei die
Feststellung der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer(innen), dass immer
weniger Kinder schwimmen lernen. Es ist eigentlich kaum zu glauben.
Was
gab es sonst noch in dieser Woche? Meine neue Homepage ist rechtzeitig
zur Wahl fertig geworden – und sie enthält natürlich auch wichtige
Sonderseiten zur Bundestagswahl 2005. Es wäre mir eine große Freude,
wenn ich Sie so dann und wann auf meiner Webseite begrüßen
dürfte – Sie wissen ja: Man liest sich! Dort finden Sie weitere
Informationen zu meiner Person und meiner politischen Arbeit. Natürlich
finden Sie auf den Wahlsonderseiten auch die Bilanzen
der Arbeitsgruppe für Bildung und Forschung und der Arbeitsgruppe für
Kultur und Medien über sieben Jahre Regierungspolitik der SPD-geführten
Bundesregierung.
Am
Donnerstag war ich dann als Festredner anlässlich der Preisverleihung
des Kinder- und Jugendnachwuchspreises für Spielentwicklung im Jahr 2005
im Rahmen der Messe für Computer- und Videospiele "Games Convention" in
Leipzig geladen. Organisiert und durchgeführt wurde dieser Wettbewerb
vom Netzwerkprojekt www.lebensrausch.com,
eine länderübergreifende Präventionsmaßnahme, welche auf Initiative der
Landeskriminalämtern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der IKK Sachsen-Anhalt und
Brandenburg-Berlin ins Leben gerufen worden ist. Dieses Netzwerkprojekt
Lebensrausch leistet einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen
und zum Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen, gerade für Kinder
und Jugendliche, die oft keine Perspektive haben. Zugleich ist es eine
gelungene Kombination zur Stärkung der Lebens- und Medienkompetenz der
jungen Leute, zur Nutzung der neuen Medien zum Aufbau von jugendlichen
Netzwerken und zur Prävention. Bereits heute bietet die Plattform
lebensrausch.com als gelungenes Jugendportal zahlreiche Möglichkeiten,
sich für Jugendliche und das jugendliche Zusammenleben in der
Gesellschaft einzusetzen und die Kinder und Jugendlichen vor Sucht- und
Drogenproblemen zu schützen bzw. sie herauszuholen. Im Rahmen dieser
Netzwerkprojektes wurde der Wettbewerb "In der Welt, in der du lebst"
durchgeführt, mit dem Kinder und Jugendliche aufgefordert waren, Spiele
oder Spielgeschichten – gleich ob für PC- oder Brettspiel – nach ihren
eigenen Wünschen und Vorstellungen zu entwickeln. An diesem Wettbewerb
haben sich ca. 200 Kinder und Jugendliche beteiligt. Einsendungen
kamen, wenn ich dies richtig mitbekommen habe, sogar aus Italien. Ich
habe mir von der Jury einige der Spielentwürfe und -vorschläge zeigen
und erklären lassen und war doch – zugegeben – echt beeindruckt
angesichts dieser sehr kreativen Ideen und der wirklich zum Teil
mitreißenden Spielideen. Auch war es natürlich spannend zu sehen, wie
diese dann mit oft nur sehr wenigen Mitteln umgesetzt worden sind.
Wettbewerbe
wie dieser können vielleicht einen nicht zu unterschätzenden und
entscheidenden Beitrag in zweifacher Hinsicht dazu leisten, die
Entwicklung anspruchsvoller deutscher und europäischer Spiele zu
fördern. Zum einen kann dieser Wettbewerb dazu beitragen, dass Kinder
und Jugendliche und ihre Ideen einbezogen werden bei der Entwicklung
sinnvoller und kulturell bedeutender Computerspielinhalte - wobei
zugleich ein wichtiger Anreiz geschaffen werden könnte, der der
Produktion von gewaltverherrlichenden Computerspielen aus kommerziellen
Erwägungen entgegengewirkt. Zugleich kann mit solchen Wettbewerben ein
nicht zu unterschätzender Beitrag zur Sicherung der Vielfalt auch in
diesem für Kinder und Jugendliche so wichtigen Bereich geleistet werden.
Natürlich gab es auch wieder ein großes Fest in meinem Wahlkreis. In der Ruine Frauenalb begann das historische Klosterfest.
Die Organisatoren besorgten mir zur Festeröffnung ein wallendes
mittelalterliches Gewand. Ich habe mich selbst kaum wiedererkannt :-).
So
viel für diese Woche – nun sind es nur noch vier Wochen bis zur
Bundestagswahl 2005 - und auch dieser Eintrag endet wie üblich:
Herzliche Grüße und - man liest sich -
Ihr
Jörg Tauss, MdB
Jörg Tauss
Kommentare: 0

