+++ Universität auf Games Convention +++
+++ Nachwuchspreis für Spielentwicklung +++
+++ Stadt verschickt Wahlbenachrichtigungen +++
+++ Fusion der LVAs? +++
+++ Ermittlungen gegen Sachsen-LB-Vorstände eingestellt +++
+++ Schaubühne nun gemeinnützige AG +++
+++ Bau der Autobahn Chemnitz-Leipzig kommt voran +++
Auf der Games Convention stellt sich auch die Universität vor.
Studenten aus Medien- und Wirtschaftswissenschaften präsentieren ihre
Forschungsprojekte auf der Sonderschau GC family. Der Stand der
Medienwissenschaft widmet sich vor allem Themen im Bereich
Medienerziehung. Unter anderem geht es um die Frage, warum Jugendliche
soviel Zeit und Geld in Computerspiele investieren. Im Gespräch mit
Eltern und Kindern wollen die Studenten auch auf die Gefahren von
Computerspielen hinweisen. Außerdem zeigt die Wirtschaftsinformatik
Computer-Software der letzten zwanzig Jahre. In diesem Zusammenhang
wird ein Überblick über verschiedene Computergenerationen bis hin zu
heutigen Entwicklungen gegeben. Die Games Convention ist Europas größte
Computerspiel-Messe. Von heute an bis Sonntag werden bis zu 110.000
Besucher erwartet.
Am Mittag wird auf der Games Convention der Jugendnachwuchspreis für Spielentwicklung vergeben.
Das Netzwerkprojekt Lebensrausch verleiht zum ersten Mal die
bundesweite Auszeichnung. Mit ihr werden Kinder und Jugendliche
prämiert, die selber Spiele entwickelt haben. Dazu gehören neben
Computerspielen auch Brett- und Kartenspiele. Aus über 200 Bewerbern
werden die besten ausgewählt. Träger des Projekts Lebensrausch ist das
Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt.
Ab heute verschickt die Stadt die Wahlbenachrichtigungen für die vorgezogene Bundestagswahl.
Der Leiter des Wahlamtes Josef Fischer geht davon aus, dass das
Bundesverfassungsgericht die Wahl bestätige. Mit dem Versenden der
Benachrichtigungen konnte aber aus Zeitgründen nicht mehr gewartet
werden. Insgesamt können am 18. September dann rund 400.000 Leipziger
wählen gehen.
Am Vormittag beraten die Landesversicherungsanstalten letztmalig über eine Fusion zum 1. Oktober.
Dazu treffen sich in Leipzig die Sozialstaatssekretäre von Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie wollen versuchen, die Fusion zum 1.
Oktober doch noch pünktlich umzusetzen. Diese steht wegen
Streitigkeiten mit Sachsen-Anhalt vor dem Aus. Das Bundesland wollte
nach der Zusammenlegung mehr Stellen haben als ursprünglich geplant.
Die Regierungen von Sachsen und Thüringen hatten der Fusion der
Rentenversicherer bereits zugestimmt.
Im Streit um die Sächsische Landesbank hat die Leipziger
Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die ehemaligen Vorstände
eingestellt.
Laut Medienberichten wird nicht weiter gegen den früheren
Banken-Vorstand Rainer Fuchs und die einstige Geschäftsführerin der
Mitteldeutschen Leasing GmbH Andrea Braun ermittelt. Das Verfahren sei
aus rechtlichen Gründen eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft gehe
zwar davon aus, dass in einem Rechtsstreit vor einem Jahr eine
rückdatierte Urkunde vorgelegt wurde. Es fehle aber der Nachweis, dass
sich die Beteiligten daraus einen Vorteil verschaffen wollten. Die
Bankentochter MDL sei schon vorher verschuldet gewesen. Also selbst
wenn der Betrug geglückt wäre, hätte er der Bank nichts genützt. Die
ehemaligen Vorstände waren wegen der Ermittlungen um die Urkunde im
Februar zurückgetreten. Hintergrund der Urkundenfälschung ist eine
Auseinandersetzung mit einer Immobilienfirma um Anteile an der
gemeinsamen Bankentochter MDL.
Die Schaubühne Lindenfels hat sich als erste gemeinnützige Aktiengesellschaft in den neuen Bundesländern registrieren lassen.
Wie der Kulturverein mitteilte, sind die ersten 1000 Aktien mit einem
Ausgabewert von je 24 Euro bereits vergriffen. Anfang September
erhalten dann die 486 Aktionäre ihre Urkunden.
Mit dem Börsengang will die Schaubühne den Kauf des derzeitigen
Standortes nachträglich finanzieren. Außerdem wolle sie nicht mehr
abhängig von Zuschüssen und Spenden sein. Durch die Mitarbeit der
Aktionäre will das Kulturhaus zudem sein Publikum dauerhaft binden.
Der Bau der Autobahn Chemnitz-Leipzig kommt voran.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums werden derzeit zwölf Brücken
gebaut, unter anderem bei Hartmannsdorf und Niederfrohna. Die Autobahn
soll in gut zwei Jahren fertig gestellt sein. Sie ist dann vierspurig
befahrbar. Insgesamt kostet der Bau rund 440 Millionen Euro.