Donnerstag 19. August 2004, 15:58 Uhr

«Games Convention» eröffnet - Europas größte Computerspielemesse erwartet über 90 000 Besucher

Leipzig (ddp). Europas größte Computer- und Videospiele-Messe hat am Donnerstag in Leipzig begonnen. Die Veranstalter rechnen bis zum Sonntag mit deutlich mehr als 90 000 Besuchern. Zur dritten «Games Convention» sind 270 Aussteller aus 13 Ländern nach Leipzig gekommen. 167 Premieren werden erwartet. Der Fußballweltverband FIFA kündigte die Austragung der ersten interaktiven Weltmeisterschaft an.

Nach Angaben von FIFA-Marketing-Direktor Jérôme Valcke sollen ab Oktober zunächst virtuelle Fußballspiele auf allen Kontinenten stattfinden. Die Sieger dieser Ausscheidungen treffen sich dann im Dezember in Zürich während einer FIFA-Gala und spielen dort das Finale aus.

Ausgetragen wird das Turnier auf Microsofts Spielekonsole Xbox mit dem neuen Videospiel «FIFA Football 2005» von Electronic Arts (EA). Das im Oktober erscheinende Spiel feiert auf der «Games Convention» Premiere. Xbox-Spieler können mit «FIFA Football 2005» auch online gegeneinander antreten. «Auf diese Weise kann ein Fan von Bayern München sich von seinem Wohnzimmer aus mit einem Real-Madrid-Fan in Spanien messen», sagte Jan Bolz, Vize-Präsident Marketing bei EA Europe.

Eigens zur Präsentation des Spiels waren die Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus und Andreas Brehme angereist. Matthäus sagte, Computer- und Videospiele seien aus dem Kicker-Alltag nicht mehr wegzudenken. «Besonders im Trainingslager haben die meisten Spieler so etwas dabei. Da werden dann aus Männern wieder Kinder."

Das Netzwerk «Lebensrausch» - ein Projekt zur Drogen- und Suchtprävention - ehrte am Eröffnungstag die Gewinner des erstmals vergebenen Jugendspielnachwuchspreises.

Rolf-Peter-Wachholz, Landeskriminaldirektor von Sachsen-Anhalt, betonte die Bedeutung des Projektes «Lebensrausch», in dem sich neben den neuen Bundesländern auch Rheinland-Pfalz und Hessen zusammengeschlossen haben. «Das Thema Sucht- und Drogenprävention wird mit Hilfe von Medien bearbeitet, mit denen die Jugendlichen auch etwas anfangen können», sagte Wachholz. Auf den drohenden Zeigefinger, der viele junge Leute zumeist nur abschrecke, werde dabei verzichtet. (Quellen: alle vor Journalisten in Leipzig)



Originaladresse: http://de.news.yahoo.com/040819/336/467ov.html