Uwe Möhrle darf sich seit gestern Botschafter nennen. Der
Hansa-Profi vertritt M-V in der Initiative „Lebensrausch“, die
sich gegen Drogenmissbrauch unter Jugendlichen richtet.
Die Fakten sind alarmierend: Von 1995 bis
2003 ist die Zahl der Rauschgiftdelikte im Land von 494 auf
3618 und damit das Siebenfache gestiegen. „Wir wollen
Alternativen aufzeigen, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger“,
sagt Ingmar Weitemeier, Chef des Landeskriminalamtes von M-V,
das zusammen mit den LKA\'s in den anderen ostdeutschen
Bundesländern Initiator des Netzwerkes ist. Das Projekt
„Lebensrausch“ richtet sich vor allem über das Internet, in
Workshops und einem Computer-Wettbewerb direkt an die
Jugendlichen. Am 16. 6. stellt es sich beim Präventionstag in
Greifswald vor.
Uwe Möhrle hat „sehr schnell
entschieden“, sich als Landesbotschafter der Initiative zur
Verfügung zu stellen. Als Profi-Kicker sieht er sich in einer
Vorbildrolle. Der 24-Jährige, der allsamstäglich einen
„Fußballrausch“ erlebt, sagt: „Jeder kann seinen eigenen
Lebensrausch entdecken – ohne Drogen. Das heißt
nicht, dass er Sport machen muss. Aber Sport kann ein Anstoß
sein.“
Zweiter Landesbotschafter ist Jürgen
Baumgarten. Der Motorsportler und Stuntman erlangte als
Wettkönig in „Wetten dass...“ Bekanntheit, als er in einem
Opel eine Bobbahn hinunterfuhr.
K. R.