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 Freitag, 23. April 2004  

Möhrle zum Anti-Drogen-Botschafter ernannt

Rostock (OZ) Uwe Möhrle darf sich seit gestern Botschafter nennen. Der Hansa-Profi vertritt M-V in der Initiative „Lebensrausch“, die sich gegen Drogenmissbrauch unter Jugendlichen richtet.

   Die Fakten sind alarmierend: Von 1995 bis 2003 ist die Zahl der Rauschgiftdelikte im Land von 494 auf 3618 und damit das Siebenfache gestiegen. „Wir wollen Alternativen aufzeigen, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger“, sagt Ingmar Weitemeier, Chef des Landeskriminalamtes von M-V, das zusammen mit den LKA\'s in den anderen ostdeutschen Bundesländern Initiator des Netzwerkes ist. Das Projekt „Lebensrausch“ richtet sich vor allem über das Internet, in Workshops und einem Computer-Wettbewerb direkt an die Jugendlichen. Am 16. 6. stellt es sich beim Präventionstag in Greifswald vor.

   Uwe Möhrle hat „sehr schnell entschieden“, sich als Landesbotschafter der Initiative zur Verfügung zu stellen. Als Profi-Kicker sieht er sich in einer Vorbildrolle. Der 24-Jährige, der allsamstäglich einen „Fußballrausch“ erlebt, sagt: „Jeder kann seinen eigenen Lebensrausch entdecken – ohne Drogen. Das heißt nicht, dass er Sport machen muss. Aber Sport kann ein Anstoß sein.“

   Zweiter Landesbotschafter ist Jürgen Baumgarten. Der Motorsportler und Stuntman erlangte als Wettkönig in „Wetten dass...“ Bekanntheit, als er in einem Opel eine Bobbahn hinunterfuhr.

K. R.



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