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Sonntag, 24.8.2003 Sachsen-Themen  

LKA-Seite Lebensrausch.com soll über Drogen aufklären

Leipzig (ddp-lsc). Die ostdeutschen Landeskriminalämter wollen mit dem am Donnerstag gestarteten Internet-Portal «Lebensrausch» über illegale Drogen aufklären und so die Einstiegsschwelle für Jugendliche erhöhen. «Auf dieser Homepage wollen wir aber nicht über Jugendliche reden, sondern mit ihnen ins Gespräch kommen», sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thüringens Innenminister Andreas Trautvetter (CDU), zum Start der Seite am Donnerstag auf der Videospiel-Messe «Games Convention» (GC) in Leipzig. Zielgruppe der Seite www.lebensrausch.com sollten aber auch Eltern und Lehrer sein, die oftmals hilflos vor dem Problem des Drogenkonsums junger Leute stünden.

Federführend bei dem Programm ist das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA), das auch den Löwenanteil der Kosten von 19 000 Euro übernimmt. Verantwortlich für den Inhalt ist unter anderem die Magdeburger Schülerin Susanne Kahl. «Wir wollen mit der Seite das Verantwortungsbewusstsein der jungen Leute stärken», erklärte sie das Ziel der Homepage. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Drogenaufklärung in der Schule für die Jugendlichen meist zu langweilig sei. Bei Lebensrausch.com sollen die Mädchen und Jungen nun selbst aktiv werden, sich in Chaträumen austauschen. Außerdem können sie sich mit einem selbstgeschriebenen Spiel bis Mai des kommenden Jahres an einem Wettbewerb beteiligen.

Nach Angaben Trautvetters sind in Deutschland 300 000 Frauen und Männer abhängig von illegalen Drogen wie Haschisch oder Heroin. «27 Prozent der Jugendlichen haben Erfahrungen mit illegalen Drogen», sagte der Minister. Prävention sei generell der Repression vorzuziehen, und auch volkswirtschaftlich betrachtet komme die Aufklärung weitaus billiger als Drogentherapien, die mit rund 40 000 Euro pro Fall zu Buche schlagen würden. (www.lebensrausch.com)

    (ddp)
    21.8.2003
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