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Leipzig (ddp-lsc). Die ostdeutschen Landeskriminalämter
wollen mit dem am Donnerstag gestarteten Internet-Portal
«Lebensrausch» über illegale Drogen aufklären und so die
Einstiegsschwelle für Jugendliche erhöhen. «Auf dieser
Homepage wollen wir aber nicht über Jugendliche reden, sondern
mit ihnen ins Gespräch kommen», sagte der Vorsitzende der
Innenministerkonferenz, Thüringens Innenminister Andreas
Trautvetter (CDU), zum Start der Seite am Donnerstag auf der
Videospiel-Messe «Games Convention» (GC) in Leipzig.
Zielgruppe der Seite www.lebensrausch.com sollten aber auch
Eltern und Lehrer sein, die oftmals hilflos vor dem Problem
des Drogenkonsums junger Leute stünden.
Federführend bei dem Programm ist das Landeskriminalamt
Sachsen-Anhalt (LKA), das auch den Löwenanteil der Kosten von
19 000 Euro übernimmt. Verantwortlich für den Inhalt ist unter
anderem die Magdeburger Schülerin Susanne Kahl. «Wir wollen
mit der Seite das Verantwortungsbewusstsein der jungen Leute
stärken», erklärte sie das Ziel der Homepage. Die Erfahrung
habe gezeigt, dass die Drogenaufklärung in der Schule für die
Jugendlichen meist zu langweilig sei. Bei Lebensrausch.com
sollen die Mädchen und Jungen nun selbst aktiv werden, sich in
Chaträumen austauschen. Außerdem können sie sich mit einem
selbstgeschriebenen Spiel bis Mai des kommenden Jahres an
einem Wettbewerb beteiligen.
Nach Angaben Trautvetters sind in Deutschland 300 000
Frauen und Männer abhängig von illegalen Drogen wie Haschisch
oder Heroin. «27 Prozent der Jugendlichen haben Erfahrungen
mit illegalen Drogen», sagte der Minister. Prävention sei
generell der Repression vorzuziehen, und auch
volkswirtschaftlich betrachtet komme die Aufklärung weitaus
billiger als Drogentherapien, die mit rund 40 000 Euro pro
Fall zu Buche schlagen würden. (www.lebensrausch.com)
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