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Recherchieren, das ideale Foto schießen und einen guten Radiobericht machen, kann man lernen - am Besten in der Praxis. Gerade für junge Nachwuchsjournalisten bietet sich hier häüfig die nächste Kaninchenschau in der Stadt oder das Feuerwehrfest im Nachbardorf an. Eine Alternative bietet die von fjp>media organisierte Reportagereise.
“Hier können die Nachwuchsjournalisten unter realistischen Bedingungen eine der schwierigsten Darstellungsformen praktisch üben. Die Reportagereise dient dabei nicht nur zur journalistischen Weiterentwicklung der einzelnen Teilnehmer, sondern gleichzeitig der Vermittlung der fremden Kultur sowie den aktuellen Entwicklungen des Landes”, erklärt Olaf Schütte vom Verband junger Medienmacher Sachsen-Anhalt.
Vom 31. August bis zum 13. September werden sich 20 junge Menschen auf den Weg nach Chile begeben und dort von der Hauptstadt Santiago ausgehend Land und Leute kennenlernen. Vor Ort treffen sie auf Jugendverbände, Politiker, Journalisten aber auch auf Vertreter von Umwelt, Bildung und Wirtschaft. So stehen unter anderem Termine beim Goethe-Institut und Greenpeace an.
Neben den geplanten Treffen und Besuchen werden die Teilnehmer auch e igenständig rechercheiren, denn jeder Nachwuchsjournalist wird mindestens ein eigenes mediales Produkt erstellen. Ob geschriebene Reportage, Dokumentarfilm, Fotoserie oder Radiofeature – alles ist möglich. Die Ergebnisse werden dann – zurück in Deutschland - in lokaler Presse, aber vor allem auch auf der eigenen Internetseite www.reportagereise.de erscheinen. Die Fahrt ist also mehr als nur Urlaub. Sie vereint journalistsiche Arbeit, mit Bildung und dem Kennenlernen einer Kultur, die ganz anders ist als die unsrige.
“Es ging uns um ein Ziel, das abseits der gängigen Touristenstrecken liegt und im täglichen deutschen Medienspiegel eher unterpräsent ist” erklärt Schütte die Auswahl des Reiseziels. Das Land durchlebte Sozialismus und faschistische Diktatur. Bergbau und Landwirtschaft machten Chile zum wohlhabendsten Land Südamerikas. Kaum eine Nation präsentiert sich so vielfältig und gleichzeitig beispielhaft für die Entwicklung Lateinamerikas.
Die Reportagereisen von fjp>media haben inzwischen schon Tradition. Bereits im Sommer 2005 organisierte der Jugendpresseverein erstmals eine Reportagereise ins Ausland - nach Bosnien-Herzegowina, 2007 folgte dann eine Fahrt nach Vietnam. “Die Kontakte nach Sarajevo sind immernoch shr gut. Wir haben bei weiteren Besuchen dort mitgeholfen eine Jugendeinrichtung aufzubauen, die unter anderem auch Bildungsarbeit leistet” erählt Schütte stolz.
Der Jugendbildungsreferent von fjp>media kümmert sich auch um die Förderung des Projektes. Landesjugendamt und Medienanstalt Sachsen-Anhalt unterstützen die Fahrt. Das und die Gelder des Verbandes machen es möglich, dass die Teilnehmer nicht mehr als 600 Euro für die 14-tägige Reise zahlen müssen. Doch Olaf Schütte ist nicht allein verantwortlich für die Organisation. Geplant wird die Reise ehrenamtlich von jungen Menschen, die selbst den Einstieg in den Journalismus geschafft haben. Sie betreuen auch die Mitreisenden vor Ort.
Und dass dieses Erlebnis nicht nur journallistische Erfahrungen bringt, beweist, dass das vierköpfige Team bei dem nun alle Fäden zusammenlaufen, aus Teilnehmern der vergangenen Jahre entstand. Neben ihrer Arbeit an der Reportagereise engagieren sie sich auch bei anderen Projekten von fjp>media. Der Verband veranstaltet landesweite Bildungsveranstaltungen und unterstützt junge Medienmacher bei ihrer Arbeit und dem Einstieg in den Journalismus.
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