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Sind Gummis ein sicheres Verhütungsmittel?


Gummis, Präservative oder Lümmeltüte: Es gibt viele Namen für das Kondom. Es ist nicht nur das am häufigsten benutzte Verhütungsmittel der Welt. Es ist bis heute auch als einziges Verhütungsmittel sicheren Schutz vor einer HIV-Infektion und sexuell übertragbaren Krankheiten.

Ein Kondom (oder auch Condom oder Präservativ) ist eine Hülle aus (in der Regel) Latex, die vor dem Geschlechtsverkehr über das erigierte männliche Glied gestreift wird, hauptsächlich, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. Jedes Jahr werden allein in Deutschland weit mehr als 200 Millionen Kondome verbraucht. Das heißt pro Tag 565.000 Stück, pro Stunde 25.000 Stück, pro Minute 390 und pro Sekunde 6,5 Kondome. Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit Spitze. Trotzendem gibt es viele, die keins benutzen.

Worauf sollte man achten?
Kondome sollten immer nur frisch benutzt werden. Ist die Verpackung bereits länger geöffnet oder beschädigt, dann immer auf ein neues Kondom zurückgreifen. Wichtig: Auf das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung achten. Entscheidend ist auch die Aufbewahrung der Kondome: Sie müssen kühl, trocken aufbewahrt und vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Deshalb ist zum Beispiel das Portmonee kein idealer Ort da werden sie meistens zu stark gedrückt und sind dann nicht mehr sicher. Es gilt der Grundsatz: Das Kondom ist nur so sicher, wie der Anwender, der es benutzt.


Eine absolut sichere Verhütungsmethode gibt es nicht. Auch das Kondom bietet keinen 100%igen Schutz.

Wie benutze ich ein Kondom?
Egal, wie viele sexuelle Erfahrungen man schon gesammelt hat: Der richtige Umgang mit Kondomen muss gelernt werden. Schließlich soll im Ernstfall nichts schief gehen. Das Überstreifen eines Kondoms lässt mühelos auch alleine üben. Für viele Paare gehört es später zum gemeinsamen Vorspiel.

1. Das Aufreißen:
Die Verpackung vorsichtig an der perforierten Zackenkante öffnen. Achtung: Scharfe Gegenstände wie zum Beispiel (Intim-)Schmuck oder spitze Fingernägel können das Kondom beschädigen. Wer noch keine Erfahrungen mit dem Aufziehen von Kondomen hat, kann dies vor dem Geschlechtsverkehr allein probieren. Es gilt: Übung macht den Meister!

2. Das Aufrollen:
Das Reservoir an der Kondomspitze mit Daumen und Zeigefinder so festhalten, dass dort kein Luftpolster entsteht. Dann die Vorhaut etwas zurückziehen und das Kondom von oben vollständig über den erigierten Penis abrollen. Wichtig: Das Kondom muss vor dem ersten Kontakt des Penis mit der Vagina übergestreift werden. Wenn das Kondom beim Verkehr schmerzt, können zusätzlich Gleitmittel benutzt werden. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Gleitcremes ausdrücklich für die Verwendung mit Kondomen geeignet sind. Andernfalls kann das Kondom angegriffen werden.

3. Das Nachspiel:
Bevor der Penis nach dem Samenerguss wieder erschlafft, das Kondom unbedingt schnell wieder entfernen. Dabei das Kondom am Penisansatz festhalten und den Penis behutsam aus der Scheide ziehen. So verhinderst man ein Abrutschen des Kondoms.

4. Entsorgung
Gebrauchte Kondome sollten mit einem Knoten gegen Auslaufen gesichert werden und anschließend im Mülleimer entsorgt werden. Wichtig: Nicht in die Toilette werfen, das kann zu Verstopfungen führen. Bevor es mit dem Liebesspiel weitergehen kann, unbedingt die Hände und den Penis waschen. Und: Kondome nur einmal benutzen.

Quelle: IKK gesund plus


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